Gartony, Ungarn, 01.07.2004 (69535 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Noch einmal Urlaub

Sophia Munteanu, eine ältere deutsche Dame, die mit einem Rumänen verheiratet war, führt uns noch durch die Wehrkirche von Crit. Sie erinnert mich an die Wehranlagen in Franken. Im Garten neben der Kirche steht ein Gedenkstein mit den eingravierten Namen deutscher Soldaten und darüber: "Den Opfern des II. Weltkrieges 1940-1945".



Sophia Munteanu vor dem Gedenkstein für die Opfer des Zweiten Weltkriegs.

Wir verabschieden uns von Sophia, Dometru und den Männern vor der Kneipe. Fahren über die erdige Hauptstraße zum Ortsausgang und die paar Hundert Meter zurück zur Hauptstraße, die etwas höher liegt als der Ort. Von hier aus wirkt das Dörfchen Crit schon wieder wie ein Museum.

In Oradea trennen wir uns von Gangolf. Er fährt zurück nach Cluj, um von dort nach Hause zu fliegen. Max radelt mit mir weiter nach Ungarn, die Grenze liegt gleich 15 Kilometer westlich von Oradea. Dort passiert etwas eigenartiges: Der rumänische Grenzer schaut nur ganz kurz in die Pässe und gibt sie uns umgehend zurück - ohne einen Ausreisestempel. Das kommt mir äußerst merkwürdig vor; seit Jahren bin ich trainiert, die Papiere in Ordnung zu haben, wenn ich ein Land betrete oder verlasse, und dazu gehören neben den zahllosen Visa auch die Ein- und Ausreisestempel. Ohne den Ausreisestempel von Peru beispielsweise hätte mich Bolivien nicht einreisen lassen. Immer überprüften die Beamten an der Grenze, ob man sich zuvor korrekt abgemeldet hat. Ich fühle mich fast illegal, als ich jetzt Ungarn und damit den Boden der Europäischen Union betrete.

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