Gartony, Ungarn, 01.07.2004 (69535 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Noch einmal Urlaub

Über holperige Straßen hoppeln wir von der Küste gen Hauptstadt und radeln von dort zusammen mit Gangolf quer durch Rumänien, grobe Richtung Nordwest, Richtung Ungarn. Via Predeal-Paß überqueren wir die Karpaten, rollen hinein nach Transsilvanien. Draculas Schlösser lassen wir links liegen, auf dem Sightseeing-Programm stehen siebenbürgische Städte wie Brasov, Sighisoara und Cluj, seit knapp 1000 Jahren die Heimat deutscher Einwanderer und auch heute noch unter den deutschen Namen bekannt: Kronstadt, Schäßburg, Klausenburg. Sighisoara mit seiner übersichtlichen Altstadt und der entspannten Atmosphäre gefällt uns am besten.



In Sighisoara.

Authentischer als die polierten Städte allerdings erscheinen uns die kleinen Dörfer am Wegrand, wo Rumänien ungeschminkt ist und die Bewohner nicht dem westlichen Lebensstil hinterherhecheln. Der Kontrast zwischen Stadt und Land ist immens in Rumänien, ebenso übrigens auch in Bulgarien. Auch auf dem Balkan sind in die Städte inzwischen Starbuck und McDonalds und all die anderen Welthäuser eingezogen, die das Bild der Metropolen rund um den Globus mehr und mehr vereinheitlichen. Trabis und Wartburgs sind aus den Städten weitgehend verdrängt, man sieht vorwiegend Autotypen aus dem Westen und aus Fernost. Auf dem Lande hingegen bleiben weiterhin die Pferde- oder Ochsenwagen das übliche Verkehrsmittel. Die Familie trottet morgens mit dem Ziehwagen hinaus auf die weiten Felder, die selten mit Motorkraft, sondern meistens in Handarbeit kultiviert werden. Unterdessen grasen die Zugtiere am Rand der Felder, bis sie am späten Nachmittag wieder vor den Wagen gespannt werden und die Familie zurück ins Dorf bringen.

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