Mamaia, Rumänien, 09.06.2004 (68153 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Nadelöhr Bosporus

Der linke Low Rider brach zum ersten Mal in Neuseeland. Dort fand sich natürlich noch ein Aluschweißer. Den zweiten Bruch, in Indien, reparierte ein Sikh mit dem Improvisationstalent, wie es so typisch ist für die materiell armen Länder. Ich hatte mir eine Schienung der Bruchstelle vorgestellt und dabei an vorgefertigte Metallstreifen mit Lochung in regelmäßigen Abständen gedacht. Der Sikh schlug statt dessen von einem alten Mopedauspuff die Halterung ab, das Gegenblech schnitt er aus einem Stück Autokarosserie aus. Eine Bohrmaschine schien der Mann nicht zu besitzen, denn wo er ein Loch brauchte, bohrte er nicht, sondern schweißte es aus den Metallteilen heraus. Unter der Hitze des Schweißgerätes schmiedete er dann die Enden der Metallstücke so zurecht, daß sie den Träger wie Klammern umgriffen. Die Schrauben, die nun alles zusammenhalten, sind so fett, daß ich einen alten Handschuh aufsetzen mußte, um die Packtaschen zu schonen. Aber: Der linke Low Rider hält.



Der reparierte Low Rider. Vorne die Klammerung aus Afghanistan, hinten unter einem alten Handschuh die Improvisation des Inders.

Auf der rauhen Piste in Afghanistan brach dann auch der rechte Low Rider. In Kabul fanden sich nach langer Suche Metallteile, mit denen ich selbst klammern konnte. Der Bruch der Alu-Klemme am hinteren Gepäckträger war leicht mit Kabelbindern zu reparieren.

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