Göreme, Türkei, 17.05.2004 (66567 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6   Zurück in Anatolien

Die Tuffsteinformationen Kappadokiens gehören zu den großen Attraktionen der Türkei. Das Städtchen Göreme ist das touristische Zentrum, doch auch im Frühsommer herrscht noch beschauliche Ruhe. Die Infrastruktur dieses Dorfes, das mit bizarren Kegeln aus leichtem Gestein durchwachsen ist, ist auf viele Hundert Touristen ausgelegt. Jede dritte Tür führt in eine "Pansiyon", viele dieser Herbergen sind wie die Unterkünfte der Einheimischen in den weichen Fels hineingehauen. Im Hochsommer mag hier der Bär tanzen, aber außerhalb der Saison ist Göreme sehr friedlich.



Heute dominiert in Göreme der Wohnhaustyp "Höhle mit Anbau".

Wenn morgens die alten Bauern mit ihren Eselsgespannen über die modern gepflasterte Hauptstraße von Göreme fahren, hinaus zu ihren Feldern, wirkt das wie die kontrastreiche Vorführung in einem Freilichtmuseum. Die Frauen und Mädchen, die hinter dem Familienoberhaupt im Anhänger sitzen, wirken mit den über den Mund gezogenen Schleiern fremd, wenn sie vorüberziehen an den Diskos, Bars und Restaurants von Göreme, und an den Reisebüros, in denen man sündhaft teure Heißluftballonfahrten buchen kann. Die Karren fahren vorbei an den Rucksackreisenden, die gerade mit dem ersten Bus des Tages eingetroffen sind - offenbar kommen sie direkt von der Küste, denn in ihren knackigen Shorts und den ärmellosen Hemdchen sind sie noch nicht ganz angepaßt an das konservativere Leben im Hinterland.

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