Tabriz, Iran, 26.04.2004 (65209 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10   Verschleiert

Hier und da steht einsam in der öden Gerölllandschaft ein kleines Bauwerk, das auf den ersten Blick wie eine Hütte aussieht. Kommt man näher, erkennt man, daß es der Eingang zu einem Schacht ist, der hinunter zu solch einem Qanat führt. Unten ist es kühl wie in einem Keller, und auch das Wasser, das man dort abzapfen kann, ist frisch.



Zeltlager im Wind- und Sichtschatten eines verunglückten Busses.

An einer solchen Wasserstelle südlich von Tabas treffe ich vier Herren, die mit einem Geländewagen unterwegs sind.

"Wo kommen Sie her?" fragt einer von ihnen.

"Aus Deutschland."

"Ich auch. Wo kommen Sie denn genau her?"

"Aus Nürnberg."

"Ah! Ich auch", sagt der Mann.

Das ist ja witzig, daß wir ausgerechnet in dieser Einöde zusammentreffen. "Genaugenommen wohne ich in Erlangen", erkläre ich. "Ich sag' nur immer 'Nürnberg', weil nicht jeder Erlangen kennt."

"Ich wohne auch in Erlangen. In Buckenhof." Es stellt sich heraus, daß wir nur 500 Meter voneinander entfernt lebten, bevor ich im August 2000 aufbrach. Der Herr ist ein Iraner, der aber schon seit fast 40 Jahren in Deutschland lebt und jetzt an der Uni Erlangen als Geologieprofessor lehrt.

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