Serakhs, Afghanistan, 19.03.2004 (62613 Kilometer)
Die Wartetage in Mazar-e-Sharif nutze ich, um mich über die Projekte von "Ärzte ohne Grenzen" in dieser Region zu informieren. Zusammen mit einem belgisch-afghanisch-deutschen Team besuche ich das Dorf Char Kent in den Bergen drei Autostunden nördlich von Mazar, wo die Organisation eine Krankenstation führt.
Die sanitären Bedingungen sind schon in den afghanischen Städten miserabel, abseits der Zentren sind sie mittelalterlich. 25 Prozent der Kinder in diesem Land erleben ihren fünften Geburtstag nicht. Viele Kinder, die die archaischen Umstände bei der Geburt überleben, sterben später an Krankheiten, denen leicht durch eine Impfung hätte vorgebeugt werden können.

Neben der allgemeinen Unterstützung von Krankenstationen in diesen abgelegenen Gebieten führt "Ärzte ohne Grenzen" daher auch Schwangerenbetreuung und Impfaktionen (z.B. gegen Masern) durch. Warnsysteme zur Epidemie-Vorsorge wurden eingeführt, damit etwa Fälle von Meningitis behandelt werden, bevor sie sich ausbreiten können.
"Ärzte ohne Grenzen" wird zu 74 Prozent durch privaten Spenden finanziert und kann damit unabhängig vom Gängelband politischer oder religiöser Vereinigungen planen und handeln. Die letzte Spendenaktion während meiner Weltumradlung wird den Afghanistan-Projekten dieser Hilfsorganisation zugute kommen. Ich bitte Euch um großzügige Beteiligung.
Nach gut einer Woche gibt das Außenministerium aus Turkmenistan Weisung: Der Konsul ist ermächtigt, mir ein Transit-Visum auszustellen. Die siebentägige Gültigkeit wird datumsexakt festgelegt. In Mazar starte ich zwei Tage, bevor der turkmenische Startschuß fällt.
weiter