Peshawar, Pakistan, 14.02.2004 (60762 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Nach Westen. Zum Khyberpaß!

Im Nordweststaat Punjab verändert sich Indien in angenehmer Weise: Die Städte sind plötzlich merklich sauberer als die zwischen Bangladesch und Delhi, die Menschen sind zurückhaltender und sehr freundlich. Es sind vorwiegend Sikhs. In Amritsar steht ihr wichtigstes Heiligtum, der Goldene Tempel.



Der Goldene Tempel in Amritsar.

Eine mystische Atmosphäre liegt über dieser heiligen Stätte mit ihrem riesigen Innenhof, wo Marmorfliesengänge einen künstlich angelegten See umgeben. In dessen Wasser spiegelt sich der allerheiligste Teil des Tempels wider, aus dem rund um die Uhr Sprechgesänge erklingen. Ergreifend zu erleben, wie gestandene Männer, die sich auf den Pilgerweg hierher gemacht haben, nun am Ziel ihrer Reise in Tränen ausbrechen. Schnell fühle mich wie ein Voyeur und verlasse dieses heiligste Zentrum des Tempels gleich wieder.

Keine 30 Kilometer von Amritsar entfernt liegt beim Dörfchen Wagah die Pforte nach Pakistan. "Wagah Border" ist der einzige offene Übergang entlang der mehr als 2000 Kilometer langen Grenze zwischen diesen beiden Staaten. Bekanntermaßen sind die Beziehungen zwischen Neu-Delhi und Islamabad sehr schlecht; derzeit gibt es allerdings eine gewisse Entspannung.

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