Neu-Delhi, Indien, 20.01.2004 (59548 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10 | Seite 11 | Seite 12 | Seite 13   Die Grenze

Ich fahre weiter nach Neu-Delhi. Viel mehr als Visa-Shopping steht nicht auf dem Programm. Die meisten Botschaften liegen in einem Stadtviertel Neu-Delhis beieinander, was an sich sehr praktisch ist. Allerdings liegt dieses Viertel zehn Kilometer von meiner Herberge im Zentrum entfernt. 300 Kilometer verradele ich in Visa-Angelegenheiten in der indischen Hauptstadt.



Über den Dächern von Delhi.

Vor der Botschaft Pakistans campieren die Inder. Diese einzige pakistanische Vertretung in Indien hat ihre Schalterfensterchen in der Außenmauer nur zwei Stunden täglich geöffnet, die Warteschlangen - eine für Frauen, eine für Männer - sind aber etwa sechs Stunden lang. Es bleibt den Indern nichts anderes übrig, als vor diesen Schaltern zu übernachten. Mir bleibt das erspart, da es auch noch zwei Schlange für Ausländerinnen und Ausländer gibt; kommt man früh genug am Morgen, erreicht man das Schalterfenster noch rechtzeitig von 10.30 Uhr.

Der Rest der Prozedur ist jedoch einfach, das Visum wird innerhalb eines Tages ausgestellt.

Ganz anders bei den Iranern, die berüchtigt sind für Verzögerung und Schikane. Sieben bis zehn Tage wartet man allein auf die Reaktion aus Teheran, wo das Außenministerium über die Ausstellung eines Visums entscheidet. Das mich betreffende Urteil lautet: Es gibt nur ein Transitvisum, gültig für die Durchreise durch den Iran innerhalb von sieben Tagen. Das ist mit dem Fahrrad nie und nimmer zu schaffen. Ich werde in Islamabad einen neuen Versuch unternehmen, ein Touristenvisum mit 30 Tagen Gültigkeit zu bekommen. Dafür brauche ich allerdings einen anderen Paß, da man keine zwei Visa gleichzeitig für den Iran haben darf.

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