Neu-Delhi, Indien, 20.01.2004 (59548 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10 | Seite 11 | Seite 12 | Seite 13   Die Grenze

Daß ich die Reise durch Indien nicht besonders genieße, mag vielleicht auch an den vielen Schwierigkeiten liegen, die ich im Zusammenhang mit diesem Land bereits im Vorfeld hatte. Es begann ja schon vor Monaten damit, daß mir der Indische Konsul in Laos das Visum nur sehr widerwillig ausstellte. Jedenfalls erkläre ich für mich persönlich Indien sehr schnell zum Transitland. Die Menschen sind auf unangenehm aufdringliche Weise neugierig, ganz anders als die zurückhaltenden Bewohner Myanmars; selbst die extreme Neugierde der Chinesen bereitete eher Spaß, sie ließ immer noch Raum für persönliche Geheimnisse. In Indien - zumindest im Norden - hat man dagegen schnell das Gefühl, die Leute würden dir am liebsten in die Taschen kriechen, in den Geldbeutel, wollen erhaschen, was du hast, wie du lebst, drängeln sich gern unter allen möglichen Vorwänden in deine engere private Sphäre.



Zum Alltag gehören in Indien die verunglückten Lastwagen. Dieser Fahrer hat sich rechts neben dem Truck bereits häuslich eingerichtet.

Hinzu kommt der mörderische Straßenverkehr. Ganz eindeutig gibt es eine Hackordnung auf der Straße, wobei unter den Fahrradfahrern nur noch die Fußgänger stehen. Entgegenkommende Autofahrer blenden beim Überholen Radfahrer aus ihrer Wahrnehmung einfach aus. Du mußt von der Fahrbahn zur Seite springen, du mußt, sonst bist du tot!

Umgekippte Lastwagen am Straßenrand gehören zum alltäglichen Bild. Praktisch jeder Bus ist an den Seiten demoliert und verschrammt, auch viele Pkws sind seitlich eingedrückt. Wie eng es auf den Straßen zugeht, erkennt man auch an den eingeklappten Seitenspiegeln der meisten Fahrzeuge.

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