Neu-Delhi, Indien, 20.01.2004 (59548 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10 | Seite 11 | Seite 12 | Seite 13   Die Grenze

Überbevölkerung - das Image des kleinen Staates Bangladesch scheint sich sofort zu bestätigen. Die Straßen Dhakas voller Menschen, außerdem verstopfen Busse, Lastwagen, Autos und Rikschas die Wege durch die Stadt. Von allen Seiten kommen Bettler herbei, sie folgen dir, greifen nach dir. Es sind so viele, daß man nicht mehr über das einzelne Schicksal nachdenkt, sondern nur noch die Masse sieht. Wie bei einer Flugzeugkatastrophe, nach der kaum jemand mehr über das individuelle Leid nachdenkt, sondern nur noch die Toten gezählt werden.



Rikschastau in Dhaka/Bangladesch.

Am Morgen der Weiterfahrt Richtung Westen bleibe ich in Dhaka in einem Rikschastau hängen. Es gibt kein Durchkommen, die Dreiräder stehen verschränkt, in die kleinste Lücke, die sich irgendwo auftut, dringt sofort wieder ein Fahrzeug ein.

Aber außerhalb der Hauptstadt wird Bangladesch seinem Ruf als hoffnungslos überbevölkert nicht mehr gerecht. Weite Felder erstrecken sich über das Land, der Senf blüht gelb, erinnert an europäische Rapsfelder. Schaut man sich die nackten Zahlen der Bevölkerungsstatistik an, stellt sich heraus, daß beispielsweise die indonesische Insel Java trotz ihrer bergigen Landschaft dichter besiedelt ist.

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