Yangon, Myanmar, 14.12.2003 (57383 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10 | Seite 11 | Seite 12 | Seite 13 | Seite 14 | Seite 15 | Seite 16   Die Reisegruppe

Auf diesem 160 Kilometer langen Abschnitt seien wilde Tier unterwegs, weshalb Radeln dort nicht möglich sei, hatte es ursprünglich geheißen. Ein oder zwei bewaffnete Polizisten begleiten mich jetzt stets, jeweils von einer der wenigen kleinen Siedlung bis zur nächsten, wo sie von Kollegen abgelöst werden. Die Männer fahren mit ihren Mopeds auf der Piste immer ein Stückchen voraus und warten dann, bis ich nachgekommen bin, mitunter das Fahrrad durch tiefen Sand schiebend.



Die Straße nach Indien.

"Mit was für Tieren muß man denn hier rechnen?" frage ich San Win abends in einem 7-Hütten-Dorf, wo wir auf dem Fußboden eines Restaurants übernachten können. "Es gibt hier auch Tiger", sagt San, "wenn es gefährlich werden sollte, werden die Polizisten schießen." Die gefährlichsten Tiere, die ich in diesen Tagen sehe, sind aber nur ein paar Affen. Die letzten Tiger fristen ihr Dasein bestimmt in irgendwelchen Zoos.

Ernster scheint die Gefahr zu sein, der wir uns auf den letzten 200 Kilometern - jenseits des dichten Waldes und nahe der Indiengrenze - aussetzen. Unruhe und Gewalt in den indischen Provinzen Mizoram und Manipur schwappen offenbar gelegentlich auch über die Grenze hinweg, es heißt, es kämen immer wieder Rebellen und Banditen aus den Bergen nach Myanmar herüber. In diesem Gebiet darf man nur bis um zwölf Uhr mittags zwischen den Ortschaften reisen. Wir werden weiterhin von mindestens einem Soldaten begleitet.

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