Yangon, Myanmar, 14.12.2003 (57383 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10 | Seite 11 | Seite 12 | Seite 13 | Seite 14 | Seite 15 | Seite 16   Die Reisegruppe

Als wir am Abend im Haus des Dorfvorstehers einer kleinen Siedlung auf dünnen Matten auf dem Fußboden liegen, erklärt San Win das Zögern der Chinesen: Wieder und wieder haben sie ihn gefragt, ob Myanmar mich auch wirklich aufnehmen werde. Vor drei Jahren war ein Franzose äußerst blauäugig an die Grenze gekommen, um nach Myanmar weiterzureisen. Aber er hatte weder das selten ausgestellte Permit für den nördlichen Shan State, nicht einmal das Myanmar-Visum. Die chinesischen Beamten hatten jedoch bereits den Ausreisestempel in den französischen Paß sausen lassen. Während Myanmar wegen der fehlenden Genehmigungen die Einreise verweigerte, wollten die Chinesen ihren Ausreisestempel nicht vergessen machen. Der Mann saß in der Falle. Es dauerte drei Tage, bis ein Abgesandter der Französischen Botschaft ihren Staatsbürger im abgelegenen Ruili abholte und nach Kunming begleitete. Mit der ersten Maschine, die Richtung Frankreich ging, mußte er ausfliegen.



Wie schon in China wird auch in Myanmar das Fahrrad stets eingehend unter die Lupe genommen.

Seit dem Beginn der langen Verhandlungen um meine Einreise nach Myanmar mit dem Fahrrad stand fest, daß ich mich durch die "restricted zones" in den Grenzgebieten nur mit einem Führer würde bewegen können. Offen war bis zum heutigen Tag, wie die Art der Begleitung wohl aussehen würde. Wieder eine Eskorte wie damals durch Saudi-Arabien, wo Polizeiwagen 800 Kilometer lang hinter mir hertuckerten? Oder würde ich meinen Begleiter nur jeden Abend am Zielort wiedertreffen?

weiter

Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10 | Seite 11 | Seite 12 | Seite 13 | Seite 14 | Seite 15 | Seite 16