Ruili, China, 17.11.2003 (56142 Kilometer)
Begrenzter Tourismus begann mit 48-Stunden-Visa, später wurden 7-Tage-Visa für geführte Kurzreisen ausgestellt. Seit 1994 ist vieles einfacher geworden. Man bekommt nun problemlos 28-Tage-Visa, doch auch die berechtigen nur zur Ein- und Ausreise mit dem Flugzeug. Außerdem kann man sich nur in einem inneren Oval zwischen Yangon und Mandalay bewegen, für die grenznahen Gebiete benötigt man Sondergenehmigungen des Verteidigungsministeriums.
Genau diese Sondergenehmigungen hat MTT für mich eingeholt. Auf dem Konsulat kommen nun zwar noch ein paar skeptische Fragen, wie ich denn die vielen Kilometer mit dem Fahrrad bewältigen wolle, aber das Visum selbst ist nur noch eine Formsache. Es kostet gerade einmal 10 Dollar, die Ausstellung dauert zwei Tage.

Myanmar erwartet mich an der Grenze bei Ruili erst in vier Wochen. So bleibt noch genügend Zeit, von Kunming aus einen weiteren Umweg zu machen und Lijiang anzuschauen, eine der wenigen Städte im Süden Chinas, denen ein größerer Altstadtbezirk gelassen wurde. China hat in den letzten zehn Jahren viele alte Stadtviertel niedergerissen und mit Betonbauten bepflanzt, die als Symbole der Modernisierung gelten. Was den Bewohnern jetzt an Natürlichkeit abgeht, dürfen sie sich in den Parks der Stadtplaner holen oder in Freizeitanlagen in der Umgebung.
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