Kunming, Laos / China, 15.10.2003 (54817 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Schlangenlinien

Auf dem Lande wohnen die Menschen in Holzhäusern, die oft auf hohen Stelzen stehen. Das Freiluftstockwerk, das dadurch unter dem Fußboden entsteht, dient zugleich als Abstell- und als Aufenthaltsraum. Hausrat wird dort gelagert, der Ochsenkarren abgestellt oder das Moped. Frauen arbeiten an Holzwebstühlen, meist stehen auch ein Bett und ein Tisch und Stühle da - es ist das kühlste "Zimmer" während des heißen Tages. Zwischen den Häusern wachsen Bananenstauden und andere tropische Pflanzen. Wo es elektrischen Strom gibt, kommt hier und dort aus großen Lautsprechern kräftig klingende Musik - keine amerikanischen Hits, sondern Lao- und Thailand-Pop.



Willkommene Abwechslung auf dem Rückweg von der Schule: Ein Fremder ist im Dorf.

Nur wenige Fahrzeuge sind außerhalb der Hauptstadt unterwegs. Die Hängebauchschweine laufen ungefährdet über die Dorfstraßen, die Mütter träge und mit den Zitzen über den Boden schleifend, die Jungen nicht einmal kaninchengroß und noch äußerst flink. Wissen sollte man allerdings - bevor man sich in diesem Land selbst ans Steuer eines Autos setzt -, daß sogar Menschenbabys hier und da auf der Straße sitzen.

Die Kinder sind geradezu darauf trainiert, den Fremden mit dem freundlich klingenden "Sabaai-di" zu grüßen - "Hallo! Sabaai-di!" klingt es überall hell und fröhlich vom Straßenrand und aus den Hauseingängen herüber. Schon den Kleinsten, die noch im Tragetuch sitzen, wird das beigebracht. Dabei ergreifen die Eltern das zarte Ärmchen des Sprößlings und vollführen eine winkende Bewegung. Auffallend in Laos ist, daß sehr oft die Väter den Nachwuchs im Tuch auf dem Rücken tragen.

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