Kunming, Laos / China, 15.10.2003 (54817 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Schlangenlinien

Zurück ins Büro. Der Konsul erklärt nun, daß er in "diesem Fall" das gewöhnliche Visum nicht ausstellen konnte. "Darüber hätten Sie mich doch vorher informieren müssen!" bin ich erbost. "Dieses Visum nutzt mir gar nichts. Und 56 US$ sind eine Menge Geld." - "Aber man kann das Visum nicht abändern, wenn es einmal ausgestellt ist." Er läßt nicht mit sich verhandeln.

Ich radele wieder zur Deutschen Botschaft, doch Freitagnachmittag um 17.30 Uhr ist natürlich niemand mehr dort. Waren die Verzögerungen des Inders bis kurz vor das Wochenende Kalkül? Schnell zurück zur Indischen Botschaft. Der Botschafter ist auswärts in einem Meeting, wird jedoch herbeigerufen, weil der Konsul ganz offensichtlich falsch gehandelt hat. Mit einer Fußnote verlängert der Botschafter schließlich das Visum auf sechs Monate. Es bleibt allerdings bei "Single Entry".



Bomben zu Blumentöpfen. Einige Statistiken besagen, daß während der Indochina-Kriege 500 Kilogramm Bomben auf jeden Laos-Bewohner kamen.

Vor dem Aufbruch aus der Hauptstadt in Richtung Norden löse ich noch zwei Traveller Checks ein. Für 200 Dollar gibt es 2,1 Millionen Kip in mehr als 300 Scheinen. Überwiegend 5000-Kip-Scheine, dazwischen ein paar der neuen 10.000er. Bis vor kurzem war der 5000er die größte Note im Umlauf, nicht einmal eine ganze Mark wert.

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