Kunming, Laos / China, 15.10.2003 (54817 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Schlangenlinien

Über eine Woche hat die Indische Botschaft in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, gebraucht, um mir ein Visum auszustellen. Zunächst wollte es mir der Konsul sogar ganz verweigern. Seiner Meinung nach hätte ich es bereits in Deutschland beantragen müssen - mehr als drei Jahre vor der Einreise nach Indien! Erst nachdem die Deutsche Botschaft sich mit einer Verbalnote an den Indischen Botschafter gewandt hatte, nahm der Konsul den Visumantrag an.




Dreimal wurde ich dann noch vertröstet, als ich den Paß auf der Botschaft wieder abholen wollte: vom verabredeten Termin am Mittwoch auf den Donnerstag, dann auf den Freitagmorgen, schließlich auf den Nachmittag. Um 17 Uhr händigt der Konsul mir den Paß endlich aus. Wir wechseln noch ein paar Worte. Der Inder wirkt immer noch skeptisch, er scheint sich immer noch zu wundern, daß man eine solch lange Reise organisieren und vor allem auch finanzieren kann.

Als sich die Tür seines Büros hinter mir geschlossen hat, kontrolliere ich das Visum. So ein Hund! Er hat nicht die Eckdaten aus dem Antrag übernommen, sondern nur ein Single-Entry-Visum mit drei Monaten Gültigkeit ausgestellt. Üblich sind mehrfache Einreise und sechs Monate. Die Uhr läuft ab dem Tag der Ausstellung. Ein Dreimonatsvisum nutzt mir überhaupt nichts, weil ich Indien erst in fünf oder sechs Monaten verlassen werde. Vielleicht bin ich innerhalb der drei Monate noch nicht einmal eingereist.

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