Luang Nam Tha, Laos, 22.09.2003 (53658 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Nur ein Tag in Vientiane

Die Entscheidung des indischen Konsuls, mir kein Visum auszustellen, bringt meine Myanmar-Pläne endgültig zu Fall. Ich muß mich durch Tibet nach Nepal stehlen und dann hoffen, auf der Indischen Botschaft in Kathmandu nicht auf den Bruder dieses Konsuls zu treffen.



Wie in Thailand sind auch in Laos Tuktuks die Volkstaxis.

Der Tag geht schlecht weiter. Auf dem Rückweg von der Botschaft fährt mich eine Mopedfahrerin auf der Straße am Mekongufer über den Haufen. Ich bin auf der Mitte der Straße und will links abbiegen, als hinter mir ein weiblicher Schrei ertönt. Sekundenbruchteile später fällt sie mich. Die Trinkflaschen werden aus den Halterungen geschleudert, ebenso der Kilometerzähler; der Kabelbinder, der das Rücklicht hält, wird gesprengt. Als die Lady sieht, daß ich wieder aufstehe, flüchtet sie. Ein paar Einheimische schauen betroffen, ein Tourist wackelt mit dem Kopf, und ich nehme mir das Fahrrad vor, um Rahmen, Lenker, Gepäckträger und Felgen zu inspizieren. Überraschenderweise scheint alles noch ganz zu sein. Auch meine Hüftprellung wird wieder vergehen. Die Schürfwunden am linken Arm machen mir wegen des Tropenklimas mehr Sorgen.

Die Dame muß ungebremst in mich hineingefahren zu sein. Entweder hat sie die Promenaden-Cafes nach Freunden abgesucht und geträumt, oder sie wollte mich tatsächlich links überholen, obwohl ich schon in der Mitte der Straße war. Aber rechts war doch alles frei!

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