Luang Nam Tha, Laos, 22.09.2003 (53658 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Nur ein Tag in Vientiane

In einem kleinen Gebäude neben dem Postamt ist das Büro von FedEx untergebracht. Dort ist das Nachschubpaket eingetroffen, das Hans neulich aus Erlangen abgeschickt hat: Reifen, Schläuche, Öl für die Rohloff-Nabe, Diafilme und die Wind- und Regenjacke, die ich ein knappes Jahr lang wegen der Hitze nicht brauchte. Nun aber steht, falls Myanmar mich nicht überland hereinläßt, die Reise durch Tibet bevor. Und dort naht der Winter.




Der Mann von FedEx verlangt Zoll: zehn Prozent. Das macht in diesem Fall zehn US$. Er überrascht mich nicht, da Uwe und Claudia, zwei deutsche Reiseradler, mich vorgewarnt hatten. Ich zaubere trotzdem ein erschrockenes Gesicht hin, und das reicht aus, daß er sofort heruntergeht: "Gut", meint er, "fünf Dollar".

Aha, das ist also verhandelbar? "Ich fahre mit den Sachen doch demnächst außer Landes. Warum also Zoll zahlen?" - Er lächelt verlegen. Versteht er nicht, was ich meine? Oder verläuft der Tag für ihn so nicht zu seiner Zufriedenheit? Doch nach einer kurzen Diskussion gibt er klein bei: "Na gut, nehmen Sie es." - Zollgebühren, flexibler als Gummi.

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