Luang Nam Tha, Laos, 22.09.2003 (53658 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Nur ein Tag in Vientiane

Das Licht des ersten Tages in Laos' Hauptstädtchen Vientiane erblicke ich erst, nachdem ich mir die Eiterkruste aus den verklebten Wimpern gezupft habe. Eine eigenartige Entzündung war gestern früh urplötzlich da. Der rechte Augapfel schmerzte, fühlte sich groß an wie eine Apfelsine und schien unter starkem Innendruck zu stehen. Auf den letzten 150 Kilometern nach Vientiane mußte ich dann ständig den Schleim aus den Augen tupfen, der über die Linse floß. Als am Nachmittag der Druck nachließ, dafür aber beide Augen zu brennen anfingen, dachte ich an Heuschnupfen. Das wäre neu. Die Sache wird sich hier in Vientiane vielleicht noch klären lassen.



Vor dem Hauptpostamt von Vientiane geben Kartenlegerinnen einen Blick in die Zukunft.

Ansonsten beginnt der Tag gut. Auf dem Postamt ist ein sehr langer Brief von meiner Mutter angekommen. Eine Mail auf Papier, handgeschrieben. Ich werde mich in eine der Bambushüttenkneipen am Mekong setzen und den Brief so langsam und genüßlich lesen, wie ich Kaviar essen würde.

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