Vang Vieng, Vietnam/Laos, 10.09.2003 (53102 Kilometer)
Wenn ich auf den Feldern neben der Straße die Kinder auf den Wasserbüffeln reiten oder sich gar liegend auf deren Rücken ausruhen sah, habe ich mich immer gefragt, wie sie überhaupt da oben raufkommen. Dabei ist es ganz einfach: Wenn der Büffel grast - und das tut er eigentlich meistens -, steigen sie auf den Hinterkopf des Tieres, der mit den Hornansätzen quasi eine Treppenstufe bildet, dann sind sie schon weit genug oben, daß sie sich auf den Rücken des Tieres hochziehen können. Der Büffel bleibt davon völlig unbeeindruckt.

Der Straßenverkehr ist ähnlich wild wie auf Java, jedoch gefährlicher, weil in Vietnam aggressiver gefahren wird. Besonders schlimm geht es im Umkreis der Kreuzungen zu. Es wird nicht links abgebogen, sondern weggeschert. Vor allem die unzähligen Mopedfahrer wechseln schon vor der Kreuzung diagonal auf die linke Straßenseite, biegen dann ab und fahren links weiter, bis sich eine gute Gelegenheit bietet, schräg auf die richtige Seite zu steuern. Daß das oft danebengeht, sieht man an den vielen weißen Zeichnungen auf dem Asphalt, mit denen die Position von Unfallfahrzeugen markiert ist. Meistens sind Zweiräder zusammengestoßen.
Auf dem Weg zur Laos-Grenze wird es auf immer schmaleren Straßen immer ruhiger. Die wenigen Autos, die überholen, haben am Heck ein ovales "LAO" aufgeklebt. Das wirkt sehr brav - wo habe ich wohl zuletzt Fahrzeuge mit Länderkennzeichen gesehen?
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