Vang Vieng, Vietnam/Laos, 10.09.2003 (53102 Kilometer)
Leider weiß ich den wirklichen Preis nur vom Wasser. Ich überschreibe die "3" mit einer "2". Das Bier ist wieder einmal eine neue Sorte, eine regionale Marke und inzwischen schon die fünfte Flaschengröße, die mir in Vietnam begegnet: hier nun exakt unsere klassische bauchige Halbliterflasche aus der Zeit vor der Umstellung auf die langhalsigen Flaschen. Das Bier sei mit dänischer Technologie gebraut, steht auf dem Etikett. Wahrscheinlich kostet die Flasche 4000, aber ich korrigiere nur auf 5000.

Mit dem Essen ist es besonders schwierig. 10.000? Der Riesenberg Reis mit viel Gemüse, einigen Fleischschnipseln, einem Spiegelei und der Schüssel Suppe wäre mir auch 25.000 Dong wert gewesen. Doch darum geht es ja nicht. Du willst hier nicht als Dukatenscheißer dastehen, nicht den reichen Macker aus dem Westen heraushängen lassen, nicht das allgemeine Preisgefüge kaputtmachen und vor allem deine Würde bewahren. Aber auf unter 8000 kann ich einfach nicht gehen. Macht also 15.000 statt der 19.000, die die Lady haben wollte, und statt der 30.000 Dong, die Vatter herbeigerechnet hätte. Die Kinder sitzen immer noch hochamüsiert an ihrem Eßtischchen. Mutter ist auch mit 15.000 einverstanden. Ich blättere das Geld hin: Eine Mark sechzig. - Wie gesagt: Es ging nicht um den Absolutbetrag.
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