Vang Vieng, Vietnam/Laos, 10.09.2003 (53102 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Gummipreise

Wie schön, wieder lateinische Schriftzeichen zu sehen. Endlich läßt sich wieder lesen, was man vielleicht auch nicht ganz genau versteht. Das hilft allein schon, Herbergen auf dem Lande auch als solche zu erkennen. Ein lateinisch geschriebenes Wort ist doch wesentlich leichter wiedererkennen als eines in der kambodschanischen Schnörkelschrift.



Da sage noch mal einer, MEIN Fahrrad sei überladen.

Ein paar Finessen bietet auch das vietnamesische Alphabet - das einäugige "ö" zum Beispiel, dieses "o" mit einem einzelnen Punkt oben rechts. Es liegt in der Aussprache zwischen unserem "ö" und dem "e". Doch im großen und ganzen scheint alles einfach zu sein. Es scheint so. Aber bald stellt sich auch hier wieder Frust ein: Ich sage "Klo", und sie verstehen Bahnhof. Warum? Wegen der unterschiedlichen Betonungen.

Während bei uns mit dem Anheben oder Absenken der Stimme ein Ausruf, eine Frage oder die Gemütslage signalisiert wird, ändert sich bei den tonalen Sprachen gleich der Sinn des Wortes, das Wort an sich. In Thailand gab es fünf verschiedene Tonfälle, hier in Vietnam sind es gar sechs. Und so wird aus der Mutter (má) ein Geist, wenn du den falschen Ton erwischst, oder ein Pferd, eine Gruft oder ein Reissetzling. Die sechste mögliche Betonung meint mit "mà" das logisch verbindende "aber".

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