Vinh, Vietnam, 23.08.2003 (52344 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Hohe Hotels und laute Laster

Die vietnamesischen Grenzbeamten erscheinen in ihren Uniformen wie Chinesen. Sofort erkennt man, daß dies die Pforte zu einem sozialistischen Land ist. Vietnam war nach der französischen Kolonialzeit in eine Nord- und eine Südzone geteilt worden. Im Norden regierte der Kommunist Ho Chi Minh, südlich der Demarkationslinie wurde die "Republik Süd-Vietnam" ausgerufen, in der der Antikommunist Ngo Dinh Diem Präsident wurde. Er herrschte jedoch mit so viel Gewalt, daß auch innerhalb des Landes die Opposition mehr und mehr zunahm. Von Norden her sickerten über den Ho-Chi-Minh-Pfad fortwährend kommunistische Kämpfer und Waffen ein. Nachdem die Amerikaner, die lange Zeit Süd-Vietnam unterstützt hatten, abzogen, brach die südvietnamesische Armee zusammen. Saigon fiel am 30. April 1975 an die Nordtruppen. Ein Jahr darauf folgte die Wiedervereinigung unter dem Namen "Sozialistische Republik Vietnam".




Hinter dem Grenzposten rollt das Fahrrad auf einen bestens asphaltierten und vier Spuren breiten Highway. Der Kontrast zur "Nationalstraße 1" in Kambodscha könnte kaum krasser sein. Auf den letzten 40 Kilometern war es eine Erdpiste, die an manchen Stellen von den jüngsten Regenfällen vollkommen aufgeweicht und gerade noch so passierbar war. Hier in Vietnam ist nun allein der Seitenstreifen für die Zweiräder breiter als der befahrbare Teil der kambodschanischen Nationalstraße.

weiter

Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8