Saigon, Vietnam, 03.08.2003 (50741 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10 | Seite 11   Im Land der Khmer

Auf dem Weg nach Phnom Penh überholen mich immer wieder Autos mit internationalen Wahlbeobachtern, die dafür sorgen sollen, daß es bei den Parlamentswahlen in knapp einer Woche mit einigermaßen rechten Dingen zugeht. Wieder fürchtet man einen Bürgerkrieg oder zumindest schwere Ausschreitungen. Ich werde nur zwei Tage in Phnom Penh verbringen und dann am Tag der Wahlen nach Vietnam ausreisen.



Zwei Tage vor den Parlamentswahlen ziehen die Anhänger der großen Parteien durch die Straßen von Phnom Penh.

Als ich nur noch 100 Kilometer von Vietnam entfernt bin, kommt mir plötzlich ein blöder Gedanke: Vielleicht schließen sie ja die Grenzen am Wahltag. Das wäre nicht so ungewöhnlich - die Bolivianer haben bei ihren Wahlen im letzten Jahr die Tore sogar für drei Tage geschlossen.

Wirklich eine blöde Idee von mir. Darf es denn keinen sorgenfreien Tag geben? Wenn gerade mal kein Problem in der Luft hängt, konstruiere ich mir eines. - Nein, das ist Quatsch! Die Grenze wird offen sein. Sie wird offen sein!


ENDE

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