Saigon, Vietnam, 03.08.2003 (50741 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9 | Seite 10 | Seite 11   Im Land der Khmer

Ganz anders als bei den Pyramiden ist jedoch die Feinarbeit, das "Finish" sozusagen, das jedem Tempel sein individuelles Aussehen gibt. Sowohl die lotusknospenförmigen Türme als auch die endlos langen Mauern sind verziert mit Menschengestalten, mit Gesichtern und mit Szenen, die das tägliche Leben als auch die Entstehungsgeschichte dieser gigantischen Bauwerke darstellen.



Im Gegensatz zu den anderen Tempeln von Angkor ist der Ta Prohm-Tempel "naturbelassen"- er wurde nicht aus den Griffen des wuchernden Waldes befreit.

Die meisten Ruinen wurden nach ihrer Wiederentdeckung von den Wucherungen des umgebenden Waldes befreit. Davon ausgenommen blieb der Ta Prohm-Tempel, an dem die Natur weiterhin eindrucksvoll ihre Kräfte beweisen darf. Hier und da heben Baumwurzeln Mauern an, bis sie umstürzen; an anderen Stellen in der Tempelanlage umgreifen diese Baumwurzeln die steinernen Strukturen wie Kraken und verhindern dadurch den Einsturz.

Doch nicht nur der wuchernde Wald hat den Tempeln in der Zeit bis zu ihrer Wiederentdeckung zugesetzt. Auch das erbarmungslose Klima - feucht und meist heiß, aber auch mit starken Tag/Nacht-Temperaturunterschieden - nagt an dem Sandstein und seinen feinen Verzierungen. Es wird sehr schwierig sein, die Tempel für die Nachwelt zu erhalten.

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