Bangkok, Thailand, 13.07.2003 (49494 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Überland

Die Myanmar-Botschaft in Bangkok ist bei der Bereitstellung eines Überlandvisums ungefähr so machtvoll wie das Hauptpostamt Nürnberg bei der Beschaffung einer Arbeitsgenehmigung für Togo. Ein Visum für Myanmar berechtigt eben nur zur Einreise per Flugzeug. Daran zu rütteln, ist unerhört. Die Visastelle der Botschaft hat nur zwei Schalter: einen, an dem man seinen Antrag mit dem Paß und dem Geld einreicht, und einen, an dem man den Paß mit dem Flugvisum abholt. Für Fragen außer der Reihe ist gar kein Platz. Alle Welt hat sich damit abgefunden - das ist ein Axiom: Nach Myanmar kann man nur fliegen. Ich kann kaum die Worte "Ich möchte mit dem Konsul sprechen" ausrufen, bevor mich nachrückende Traveller vom Antragsschalter wegdrängen. Die würden glatt mithelfen, mich in die Zwangsjacke zu stecken. Am Ausgabeschalter wird mir dann definitiv mitgeteilt, daß es hier ausschließlich Visa für Flugreisende gibt. Überland - das solle ich direkt an der Grenze versuchen. So ein Quatsch!



Auch in Thailand leben die Mönche nicht nur von Luft.

In der Zwischenzeit habe ich "Myanmar Travels and Tours" per eMail angeschrieben. Das scheint die einzige Organisation zu sein, die irgend etwas in meiner Sache bewirken kann. Sie fragen zurück, wie groß unsere Gruppe sei. Auf Gruppen zwischen 16 bis 23 Teilnehmern seien sie spezialisiert. Doch sie bleiben auch kooperativ, nachdem sie erkennen, was für einen mageren Fisch sie an der Angel haben.

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