Bangkok, Thailand, 13.07.2003 (49494 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Überland

Ranong ist ein Städtchen an der Grenze zum Südzipfel von Myanmar, des früheren Birma. Die wenigen Touristen, die man in Ranong sieht, kommen eigentlich nur, um ihre Aufenthaltsgenehmigung in Thailand zu erneuern. Thailand hat ähnliche Bestimmungen wie Indonesien: Man bekommt bei der Ankunft einen kostenlosen Einreisestempel, der gut ist für einen Monat Aufenthalt, jedoch nicht verlängert werden kann. Man muß in ein Nachbarland ausreisen und wieder zurückkehren, um einen weiteren Monat bleiben zu dürfen. Ein paar Minuten im Nachbarland genügen - wichtig sind nur der Ausreisestempel von Thailand und die beiden Stempel des Nachbarlandes. Das ganze darf man beliebig oft wiederholen.



Auf dem Markt von Ranong.

Beliebt für diesen sogenannten "Visa-Run" sind Myanmar und Malaysia im Westen und Süden, weil Laos und Cambodia im Nordosten hohe Einreisegebühren haben. An der Grenze zu Malaysia kommt man dagegen völlig ohne Kosten davon, Myanmar verlangt für das Tagesvisum nur fünf Dollar. In den Grenzorten auf Thailand-Seite gibt es sogar Dienstleister, die die Pässe der Kunden gegen einen geringen Aufpreis hinüber- und wieder zurücktragen.

Nur eine schmale Bucht der Andaman Sea trennt die beiden Länder hier. Sie kerbt die Landmasse zwar auf 50 Kilometer Länge ein, ist aber gerade einmal vier Kilometer breit. Eine Fähre gibt es nicht, die Menschen werden in sogenannten Longtail-Booten hinübergefahren. Das sind schlanke Boote mit Außenbordmotoren, wie ich sie noch nie gesehen habe: Die Motorwelle ist zwei Meter lang - der "Langschwanz". Motor, Welle und Schraube sehen zusammen aus wie ein überdimensionaler Rührmixstab aus Großmutters Zeiten. Die düsen hier mit Rührmixern kreuz und quer über das Wasser!

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