Bangkok, Thailand, 13.07.2003 (49494 Kilometer)
Also nur einfach zu erkennen geben, daß man Hunger hat, und während die Dame dann aufzählt, was es gibt, irgendwann sagen: Ja! Wahrscheinlich wird Reis kommen, vielleicht kommen auch Nudeln. Dazu Huhn oder Fisch oder eine eher undefinierbare Mischung von Eingeweiden. Oder es ist vollvegetarisch. Vielfältig ist die Küche hier auf jeden Fall. In den einfachen Eßbuden am Straßenrand stehen die Kochtöpfe vorn aus, und man darf gern die Deckel heben und mit der Kelle ein bißchen rumlöffeln, um zu sehen und zu riechen. Aber trotzdem läßt sich nicht immer erkennen, was es wohl sein mag.

In Indonesien war das einfacher. Da bringen sie alles, was sie haben, in kleinen Schälchen zu deinem Tisch. Das sieht dann aus, als würde eine ganze Schulklasse erwartet. Würdest du in diesem Moment mit Stuhl und Tisch nach Deutschland gebeamt, würde jeder Passant auf der Straße sagen: "Mein Gott, ist der verfressen!" - Du nimmst das, was dir gefällt, kostest vielleicht auch mal heimlich, was du nicht identifizieren kannst, läßt unberührt, was du nicht willst. Am Ende gehen die vollen Schälchen zurück an die Theke, um bald dem nächsten Gast wieder auf den Tisch gestellt zu werden.
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