Ao Nang, Thailand, 18.06.2003 (48457 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9   Südost-Asien im Zeichen von SARS

Die Menschen in Malaysia begegnen mir mit vielen netten Gesten. Manchmal bezahlt jemand zusammen mit seiner Rechnung meine Getränke, obwohl wir an verschiedenen Tischen gesessen haben und nicht einmal ein Wort wechselten. Mitten im Land rief einmal ein Mopedfahrer "Willkommen in Malaysia!" zu mir herüber. Gleich am ersten Abend kommt ein Mann um die 50 mit ausgestreckter Hand auf mich zu: "My friend - God bless you!". Und ich zögere sogar noch, ihm meine Hand entgegenzustrecken. Weil ich die Wochen auf Sumatra so schnell nicht vergessen kann, wo sich die Männer am Straßenrand so häßlich und abfällig gegeben haben. - Hier ist es, als bemühten sich die Menschen in den Zeiten von Krieg und globalem Terror ganz besonders um eine Verständigung der Bürger der Welt.

In der Hauptstadt Kuala Lumpur suche ich einen Vormittag lang vergeblich die Botschaft von Myanmar. Irgendwie scheinen Botschaften alle zwei Jahre umzuziehen. Auch die Deutschen wechseln gerade wieder die Büroräume.



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In einem Garten weht die irakische Flagge. Auf dem Hof des eingezäunten Geländes laufen arabisch aussehende Männer umher, aber die Botschaft ist geschlossen. Die Schaukästen, in denen sonst Bilder von winkenden Saddams, jubelndem Volk und technischen Errungenschaften des Staates hängen, sind jetzt leer. Nur ein Zettel mit ein oder zwei arabischen Sätzen hängt neben dem Eingang. An wen man sich zur Zeit wohl wendet, wenn man ein Visum für den Irak haben will? Wahrscheinlich tatsächlich an die Amerikaner.

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