Singapur, Indonesien, 20.05.2003 (46962 Kilometer)
Bald darauf sitze ich wieder auf dem Fahrrad und quäle mich durch Ruß und Dreck aus der indonesischen Hauptstadt heraus. Bei der Durchquerung des Großraums Jakarta fährt man 100 Kilometer lang nur durch Stadtgebiet. Während es im innersten Zentrum noch einigermaßen geregelt zugeht, sind die großen und kleinen Verkehrsadern in den Außenbezirken hoffnungslos verstopft. Der Abgasruß der LKWs, der Busse und der Mopeds liegt so dick in der Luft, daß man ihn förmlich einfängt. Haut und T-Shirt sind grau nach einem Tag in diesem Dunst.

Lange radele ich an einem Kanal entlang, der aussieht, als sei er mit Altöl gefüllt. Auf dem schwarzen Wasser schwimmen Plastiktüten und Plastikflaschen. Am Ufer wachsen Palmen und armselige Hütten aus Holz. Dreck und Abfall auch in der Sunda Strait, der Meerenge zwischen Java und Sumatra. Es ist wirklich ein Jammer: Der Verpackungsmüll verwandelt diese wildschöne Landschaft in einen endlosen Abfallhaufen.
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