Singapur, Indonesien, 20.05.2003 (46962 Kilometer)
Wer nicht auf den Feldern arbeitet, verdient sein Geld mit dem Zubereiten und dem Verkauf von Mahlzeiten oder damit, die unzähligen Mopeds in Betrieb zu halten. Männer reparieren in den Garagen oder auf der Straße, Frauen füllen Treibstoff aus großen Tonnen in Literflaschen um, die dann am Straßenrand zum Verkauf ausstehen.

In Jakarta versuche ich, im "Direktora Jenderal Imigrasi" meine Aufenthaltserlaubnis zu verlängern. Die Visa-Regelungen sind in vielen südostasiatischen Ländern recht verwirrend. Indonesien drückt an den "visa free entry points" einen kostenlosen Stempel in den Paß, der zu 60 Tagen Aufenthalt berechtigt. Neben diesem "Tourist Pass" gibt es auch ein 200 Mark teures Visum, das ebenfalls für 60 Tage gut ist. Dieses Visum braucht man, wenn man über einen kleinen Grenzübergang kommt, der den "Tourist Pass" nicht ausstellen kann. Ein Vorteil des viel zu teuren Visums ist noch, daß es verlängert werden kann.
Für den gewöhnlichen Einreisestempel sind 60 Tage jedoch das absolute Limit. Einige Reisende fliegen kurz nach Singapur aus, um nach der Rückkehr mit einem neuen Stempel zu starten. Mir geht das allerdings gegen den Strich. Wenn man sich wenigstens von der Ausreiseschlange direkt in die Einreiseschlange mogeln könnte. Aber wirklich hin- und zurückfliegen, nur wegen dieses blöden Stempels im Paß...? Das ist doch verrückt!
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