Singapur, Indonesien, 20.05.2003 (46962 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9   Xing Yang radelt durch Sumatra

Vorsichtig lasse ich das Rad vom Rand des Großkraters hinunterrollen zum Kraterboden. Eine Piste aus festem Lavasand führt direkt am Mt. Batok vorbei und dann weiter zu einem westlicher liegenden Ausgang aus dem Krater. Der Weg über den Kraterrand ist so steil, daß sich das beladene Fahrrad nur mit allergrößter Mühe hinaufschieben läßt. Hinter dem 2500 Meter hohen Mungal-Paß geht es dann mehr als 30 Kilometer nur bergab, aus der angenehm kühlen Bergluft zurück in die dampfig-heiße Tiefebene.



2000 Meter über dem Meer: auf einer Lavapiste durch die Caldera des Tengger-Massivs.

Als ich mich nach einigen Stunden Fahrt durch die Ebene noch einmal umschaue, liegt alles unerreichbar weit zurück. So weit, wie ein Traum von der Wirklichkeit entfernt ist. Die Flanken des Tengger-Massivs sind so steil, der Großkrater, aus dem man den Gipfel des Batok aufsteigen sieht, liegt so hoch, daß man fast meinen könnte, daß nie je ein Mensch dort oben gewesen ist.

An vielen weiteren Vulkanen vorbei radele ich über Java nach Westen. Überall sind Menschen unterwegs, überall hat es Häuser. Java ist quasi das Negativ eines Bildes vom australischen Outback, wo es fast überall KEINE Menschen und KEINE Häuser gibt. Wenn sich hier irgendwo unbebautes Land öffnet, ist es meist ein Reisfeld, auf dem Bauern pflügen, neue Reispflanzen setzen oder gerade ernten und noch auf dem Feld mit der Hand dreschen.

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