Jakarta, Indonesien, 1.5.2003 (45403 Kilometer)
Die restlichen 1400 Höhenmeter dann am nächsten Morgen. Der Berg ist grün bis zum Gipfel. An den immer steiler werdenden Hängen wird vor allem Gemüse gepflanzt, auffallend viel Kohl. Schließlich wird es so steil, daß ich fast nur noch schiebe. An einigen Abschnitten ist sogar das Schieben kaum noch möglich.

Fünf strapaziöse Stunden nach dem Start in Sukapura stehe ich endlich am Rand des Tengger-Großkraters und kann in die Caldera blicken. Sie hat etwas Urweltliches. Es sieht aus wie auf einem Mond, auf dem es gerade ein wenig geregnet hat. Zuerst sticht der Bilderbuchvulkan Mt. Batok ins Auge. Seinen Flanken sind von Büschen bewachsen und daher grün. Daneben der flache, schräg liegende Krater des Mt. Bromo, vollkommen kahl und grau, als wäre er gestern gerade erst ausgebrochen. Er liegt da wie ein angestochenes Spiegelei. Umgeben sind die beiden Berge von grauschwarzem Lavasand, der sich eben im Großkrater ausbreitet.
In einem kleinen Hotel direkt am Kraterrand quartiere ich mich ein. In den nächsten Tagen werde ich herausfinden, ob es nicht doch einen anderen Weg zurück in die Tiefebene gibt. Also zunächst durch den Krater hindurch und weiter im Westen wieder heraus. Im Dorf sagen sie, das ginge nicht. Aber es gibt Fahrspuren auf dem Kraterboden.