Jakarta, Indonesien, 1.5.2003 (45403 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Insel der Vulkane

Mit dem "Tag der Stille" nehmen sie es auf Bali wirklich ernst. Am hinduistischen Neujahrstag, dem ein lauter und fröhlicher Tag mit Umzügen zur Vertreibung der Dämonen vorausgeht, herrscht Ruhe - es besteht sogar ein strenges Ausgangsverbot. Die Menschen sollen in diesen 24 Stunden Zeit und Ruhe zur Besinnung finden. Generell sind vier Dinge verboten: Arbeiten, Spaß haben, Licht machen und das Wohngelände zu verlassen.



Balinesen tragen am Abend vor dem "Tag der Stille" Dämonenfiguren durch die Straßen.

Erfreulich zu sehen, daß Bali - so abhängig es von seinen ausländischen Besuchern auch sein mag - an diesem Tag den Tourismus Tourismus sein läßt: Auch für die Gäste gibt es keine Ausnahmen. Baden ist generell verboten, das Verlassen der Hotelanlagen ebenso. Sogar der Internationale Flughafen von Denpasar, auf dem sonst täglich mehrere Tausend Urlauber aus aller Welt einfliegen, macht einen Tag lang dicht. Die Seehäfen sind ebenfalls geschlossen - für 24 Stunden kommt keiner auf die Insel drauf und keiner von der Insel weg.

Als ich mich von meinem Strandbungalow zur Anlage gegenüber schleiche, riskiere ich eine Geldstrafe. Wächter patrouillieren am Strand und auf den Straßen. Sie kommen allerdings nur selten vorbei. Würde ja auch keinen Sinn machen, wenn die allgemeine Ruhe durch zu viele Kontrolleure gestört wurde.

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