Kuta, Timorsee, 20.03.2003 (43603 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6   Timorsee

Phil war mit der Wache dran. Er muß eingenickt sein. Und zwar für über eine Stunde, denn zumindest auf dem Radar hätte er die Plattform rechtzeitig erkennen müssen. Ed, der im halb eingerollten Hauptsegel auf dem Mastbaum geschlafen hat, ist von seinem sechsten Sinn geweckt worden und konnte Alarm schlagen.




Yves ist immer noch der Faszination der "Skyline" erlegen. Die anderen diskutieren. Mit meiner beschränkten Erfahrung und besonders im Dunkeln kann ich nicht abschätzen, wieviel Zeit wir noch haben, endlich den Kurs zu ändern. Warum ist das eigentlich noch nicht geschehen? Wißt ihr noch nicht, ob rechts oder links vorbei? Wenn wir so weiterfahren, knallen wir jedenfalls genau gegen einen der gigantischen Pfeiler. Oder wir haben Glück und kommen drunter durch. Auch das kann ich nicht einschätzen: ob wir mit unserem hohen Mast vielleicht auch drunter durch passen würden.

Als Ed - bisher stets die Ruhe in Person - aber sagt: "Wir müssen uns beeilen!", ist der Ernst der Lage klar: Jetzt ist wirklich Eile angebracht. Links vorbei lautet die Entscheidung. Wir wollen das Vorsegel umsetzen. Rechts müssen die Seile gelöst werden, links angezogen. Aber rechts klemmt ein Seil. Jemand hat es gegen die üblichen Regeln entgegen dem Uhrzeigersinn aufgewickelt. Der hektische Phil flucht. Und die schwarze Bohrinsel kommt immer näher.


ENDE

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