Darwin, Australien, 01.03.2003 (43469 Kilometer)
Auf dem Weg nach Darwin wird nun alles etwas leichter, weil Tankstellen und kleine Dörfer selten mehr als 100 Kilometer voneinander entfernt liegen. Außerdem zieht eine Wolkendecke auf, die wieder Tagfahrten ermöglicht. Es wird stetig "kühler", wenngleich auch luftfeuchter: Im tropischen Darwin herrschen 33 Grad und gegen Abend fast 100% Feuchtigkeit.

Überraschend schnell ergibt sich in Darwin eine Möglichkeit, auf dem Seeweg nach Indonesien zu gelangen. Gleich am ersten Abend erfahre ich in der Backpacker-Herberge von einer Segelyacht, die demnächst nach Bali ablegen wird. Das ist wirklich ein großes Glück, denn wegen der Zyklon-Saison sind zu dieser Jahreszeit eigentlich gar keine Boote unterwegs. Der Skipper sagt, unsere Yacht sei schnell genug, einem nahenden Zyklon auszuweichen. Außerdem könnten wir über Kurzwelle Wetterfaxe empfangen und rechtzeitig reagieren.
Unsere erste Reaktion in dieser Beziehung ist die Verzögerung des Aufbruchs, denn Zyklon "Craig" ist im Anmarsch. Wenn der vorüber ist, könnte auch noch ein weiteres Unwetter aufziehen: Mein Australienvisum ist inzwischen schon um vier Wochen überzogen.