Darwin, Australien, 01.03.2003 (43469 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9   Outback

Dann war da der Opalsucher Pjetr, ein 75 Jahre alter Mann aus der Ukraine. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er kurz in Deutschland, wo ihm die Amerikaner Arbeit auf einer Farm in Nordamerika anboten. Er habe ihnen gesagt, daß er lang genug die Schuhe der Russen geleckt hätte, nun wolle er nicht auch noch die Schuhe der Amerikaner lecken. Deswegen sei er als junger Mann nach Australien gegangen.



Pjetrs Camp.

Wir begegneten uns morgens um zehn Uhr im 25-Einwohner-Ort Kynuna, 170 Kilometer nach Winton, 75 Kilometer vor McKinlay. Er war auf dem Weg zu seinem Opalcamp, ich hatte gerade die Nachtfahrt von Winton hinter mir. Eigentlich war mir nach Schlafen zumute, aber seine Einladung in das Camp konnte ich kaum ablehnen.

Über rote Pisten fahren wir in einem klapperigen Pickup 37 Kilometer Richtung Westen. Abseits der Hauptstraße hüpfen sogar in der Mittagszeit Känguruhs durch die Buschlandschaft. Immer wieder müssen wir auf unserem Weg Viehgatter öffnen und hinter uns wieder schließen. Nach einer Stunde holperiger Fahrt sind wir in seinem Camp.

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