Darwin, Australien, 01.03.2003 (43469 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9   Outback

Die Besiedlung ist so spärlich, die Distanzen sind so weit, daß viele Kinder keine Schule in ihrer Reichweite haben. Anfang des letzten Jahrhundert entstand daher die "School of the Air", so etwas wie ein virtuelles Klassenzimmer. Die Lehrer haben Zentralen in den Städten des Outback und unterrichten ihre Schüler mit Hilfe von Zweiwege-Funkgeräten. Die Schüler sitzen mehrere Hundert Kilometer entfernt in Farmhäusern, in Bergbaucamps oder in kleinen Aboriginal-Dörfern.



Farmzufahrt im Outback. Die Tonne links ist der Briefkasten, in die der Nachbar die Post legt, wenn er aus der Stadt zurückkommt. Das Farmgebäude kann 50 Kilometer oder auch weiter von diesem Tor entfernt sein.

Um kurz nach vier Uhr in der Nacht überfällt mich eine Müdigkeit, die wohl auch mit der Monotonie dieser Nachtfahrt zusammenhängt. Für eine Stunde baue ich am Straßenrand das Zelt auf. Einfach so in den Busch legen kann man sich nicht, weil einen sonst die Mücken auffressen. Mit dem Tagesanbruch verschwinden diese Mücken, aber dafür kommen die Fliegen. Nur eine Minute, nachdem ich die Zelttür geöffnet habe, kleben 200 schwarze Flecken innen an der Zeltwand, angezogen vom leuchtenden Gelb, das in der aufgehenden Sonne strahlt.

Glücklicherweise habe ich in Mt. Isa noch ein Fliegennetz bekommen. Das werde ich nun täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang über die Schirmmütze ziehen müssen. Mit dem Ding siehst du aus wie ein Imker. Ohne das Netz würden dich diese Fliegen aber in den Wahnsinn treiben, die am liebsten an die Augen gehen, gern auch die Atemwege auskundschaften oder in die Ohren kriechen.


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