Darwin, Australien, 01.03.2003 (43469 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9   Outback

Es ist wieder warm und luftfeucht, als ich in Mt. Isa aufbreche. 30 Grad, obwohl bald Mitternacht ist. Der nächste Ort ist Camooweal, 190 Kilometer entfernt, und dort will ich ankommen, bevor die Sonne in zwölf Stunden zu ihrer täglichen Höchstform aufgelaufen ist.




Viel ist nicht los zur Nachtzeit im australischen Outback. Die Känguruhs haben sich rar gemacht, seit ich weiter ins Landesinnere vorgedrungen bin. Nur noch wenige Autos sind unterwegs, ein bis zwei in der Stunde. Der Mond ist in der abnehmenden Phase und geht daher erst zum Ende der Nacht auf. Ich radele wieder durch dunkle Leere.

Diese schier endlose Weite des Outback ist schwer zu begreifen. Botswana und Namibia im südlichen Afrika sind schon sehr dünn besiedelt, aber Australien ist extrem. 80 Prozent der Australier wohnen in den großen Städten. Die meisten leben im Südosten des Landes in den Staaten New South Wales und Victoria. Western Australia und das Northern Territory sind hingegen nahezu menschenleer. Im Nordstaat mit seinen 1,35 Millionen Quadratkilometern hätten Spanien, Frankreich und Deutschland Platz, doch hier leben nur knapp 200.000 Einwohner, so viele wie in Kassel.

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