Mt. Isa, Australien, 06.02.2003 (41749 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Nachts

Vor den Road Trains haben mich die Australier bereits an der Küste gewarnt. Diese überlangen Lastenmonster sind nur im Outback unterwegs; in den dicht besiedelten Gebieten ließen sie sich bei ihren Ausmaßen nicht durch die Straßen manövrieren. Es hieß, die Fahrer seien überaus rücksichtslos und der Windzug eines Road Trains könne gar Wohnwagen umwerfen. Tatsächlich aber sind in dieser abgelegenen Weltgegend so wenige Autos unterwegs, daß auch die Road Train-Fahrer große Bögen um mich machen können. Und nur ganz gelegentlich bläst mir ein entgegenkommender Laster mal die Mütze vom Kopf.



Möchtest du den rückwärts einparken?

Nach etlichen Nachtetappen komme ich in Mt. Isa an. Die Hälfte der Wegstrecke durch das Outback ist damit geschafft. Die verbleibenden 1500 Kilometer bis nach Darwin werde ich allerdings nie und nimmer in den wenigen Tagen schaffen, die mein Australien-Visum noch gültig ist. Schon gar nicht wird sich rechtzeitig auch noch die Überfahrt nach Indonesien organisieren lassen.

6000 Kilometer von Melbourne über Sydney nach Darwin - das wäre zwar durchaus in drei Monaten zu schaffen gewesen. Aber das wäre nicht genügend Zeit gewesen, Australien richtig kennenzulernen. Die Gelassenheit der Australier hat mich inzwischen in sehr angenehmer Weise angesteckt. Ich bin guter Dinge, daß ich trotz etwa vier Wochen Überziehung des Visum ungeschoren rauskomme.

Ich habe mir auch schon eine Ausrede zurechtgelegt. Die ist allerdings ziemlich billig.


ENDE

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