Mt. Isa, Australien, 06.02.2003 (41749 Kilometer)
Versucht man, aus einer Konservendose zu essen, muß man vor jedem Bissen ein Loch in die Fliegenwolke schlagen. Und trotzdem bleibt dann kaum Zeit, zum Löffel zu greifen und ihn zum Mund zu führen, bevor diese Scheißfliegen wieder auf die Augen, Ohren, an die Nase und an den Mund gehen.

Das sind ganz andere Fliegen als bei uns in Deutschland. Man wird sie nicht mit einer kurzen Bewegung wieder los. Die Fliegen hier mußt du beinahe berühren, um sie aufzuscheuchen. Die Augen visieren sie an, weil sie auf die Tränenflüssigkeit aus sind. Oder sie setzen sich direkt unter das Nasenloch, um den Schleim zu schlucken. Tun sie das im falschen Moment, atmest du sie im nächsten Augenblick ein. Dann kleben sie irgendwo im Rachen zwischen Nase und Mund, und du kriegst sie nicht vorwärts und nicht rückwärts wieder raus.
Es gibt in Cloncurry nur klimatisierte Zimmer. Ich quartiere mich wieder in einem Pub ein. Das sind in dieser Gegend meist große Holzgebäude im Wildweststil mit günstigen Gästezimmern im Obergeschoß und einem umlaufenen Balkon, auf den die Hintertüren der Zimmer hinausführen. Die Klimaanlage in meinem Raum läuft auf vollen Touren und kühlt ihn auf 34 Grad runter. Manchmal schafft sie auch 33, darunter aber sinkt das Thermometer tagsüber nicht. Deswegen also der zusätzliche Deckenventilator. Klimaanlage UND Ventilator habe ich bisher noch nie zusammen in einem Zimmer gesehen.
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