Rockhampton, Australien, 16.01.2003 (40378 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9   Sydney underground

Dann eines Tages ist die faule Zeit vorbei. Abschied von Heiko, nach zwei Wochen wieder zurück auf die Straße. Durch teilweise verkohlte Wälder in den Ausläufern Sydneys fahre ich nordwärts nach Brisbane.

Hier und da riecht es noch streng nach Feuer, obwohl bereits frisches Gras nachgewachsen ist. Die Waldbrände scheinen in den europäischen Medien mehr Aufsehen erregt zu haben als in Australien, wo sie zum jährlichen Rhythmus gehören. In Sydney hat sich kaum jemand nach den dunklen Rauchwolken umgeschaut, die von Nordwest über die Stadt zogen. Da sich die Buschfeuer rasend schnell durch das trockene Gras fressen, bleiben die Bäume in der Regel von dauerhaften Schäden verschont. Die späteren, verheerenden Brände um Canberra allerdings hatten eine Jahrhundert-Dimension.



Regenwald auf Fraser Island.

Weihnachten und Silvester verbringe ich in einer gemütlichen Herberge am Stadtrand von Brisbane. Auf dem weiteren Weg entlang der Küste nach Norden noch ein Besuch auf Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt. Über Jahrtausende spülte das Meer den Sand an, der sich direkt vor der australischen Ostküste ansammelte und diese 120 km lange Insel bildete.

Mit dem dichten Regenwald und etlichen Süßwasserseen (die erstaunlicherweise nicht im Sand versickern) ist Fraser Island ein Paradies - mit einem kleinen Fehler: Es zieht riesige Scharen von Touristen an. Der lange Strand am Ostufer ist zugleich Highway und Landepiste. Fußgänger müssen fürchten, überfahren zu werden; Autofahrer haben darauf zu achten, daß sie nicht mit den vorfahrtsberechtigten Sportflugzeugen zusammenstoßen.

Ein Geheimtip ist Fraser Island schon lange nicht mehr. Wäre es einer, hätte ich die Insel nicht erwähnt.

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