Rockhampton, Australien, 16.01.2003 (40378 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8 | Seite 9   Sydney underground

Das gehört zu den festen Sitten: Wer verkauft hat, geht mit einem Karton "VB" oder "Toohey's New" durch die Reihen und drückt jedem eine Dose in die Hand. An guten Tagen können schon mal zehn Wagen weggehen. Nur die Neulinge in der Tiefgarage trinken jedes Bier sofort, die alten Hasen heben sich einen Teil für den Abend auf. Schließlich muß man ja nach Dienstschluß den Wagen noch aus der Garage fahren. Einer der vielen hingekritzelten Kommentare an den Wänden vermerkt: "Dies ist die billigste Kneipe in Sydney: 60 Bier für nur 40 Mark Standgebühr in der Woche!"



Schicksale.

Andere Kommentare beschreiben die Niedergeschlagenheit, die aufkommt, wenn das Auto einfach keine Interessenten findet und sich die Tage in Dunkelheit und Benzindunst immer zäher dahinziehen. An einem Betonpfeiler steht:

"1. Tag: kein Glück."

"2. Tag: dachte, das holländische Pärchen kauft ... Höhepunkt war die freie Grillparty."

"3. Tag: nichts zu berichten."

"4. Tag: bin mit dem Preis auf 3200$ runtergegangen ... BITTE holt mich hier raus!"

Die Grillparty findet jeden Dienstagmittag als Aufmunterungsversuch des Veranstalters statt, der auch die Standgebühr kassiert. Die Depression zwischen den kahlen Betonwänden befällt die meisten aber schon nach zwei, drei Tagen. "Geh' mit dem Preis runter und verkauf'!" lautet eine der Weisheiten an der Wand. "Es ist nicht das Geld, das dich im Leben glücklich macht, sondern das, was du tust."

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