Cabarita Beach, Australien, 21.12.2002 (39500 Kilometer)
In Canberra sah ich dann Känguruhs zwei oder drei Mal in der Pfanne. Sie schrumpeln nicht beim Durchbraten, und das Fleisch ist sehr zart. Allerdings ist es auch nahezu geschmacklos. Nur zubereitet mit einer würzigen Soße wird es zu einer guten Mahlzeit. Im Supermarkt ist Känguruh deutlich billiger als Rind, Lamm oder Schwein, weil es bei den Australiern nicht sehr beliebt ist.

In Sydney kam das Känguruh auf der Pizza. Zusammen mit einer Krokodilpizza war das das Abschiedsessen, zu dem Heiko vor seinem Heimflug nach Deutschland einlud. Die Känguruhpizza war nicht schlecht, aber das Krokodil gewann den Vergleich. - Von Heikos aufregenden Tagen in Sydney wird übrigens die nächste Folge berichten.
Die ersten lebenden Känguruhs erspähte ich erst nördlich von Sydney - nach 1500 Kilometern durch Australien - über einen Zaun hinweg in einem Tierpark. Vielleicht war es ihr Glück, in diesem Gehege gefangen zu sein. Hier konnte sie jedenfalls niemand über den Haufen fahren. Kurz vor Rockhampton sollte mir dann endlich das erste freie Känguruh über den Weg laufen - nach beinahe 3000 Kilometern auf dem Roten Kontinent. Später im Outback gehörten sie allerdings zum ganz normalen Alltag.
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