Thames, Neuseeland, 02.11.2002 (37288 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7   Mauis großer Fang

Die Tageswanderung über den knapp 2000 Meter hohen Tongariro-Gipfel führt durch schwarze Mondlandschaft, die in den höheren Lagen auch im Frühling noch unter Schnee liegt. Nach steilem Aufstieg geht es zunächst am Ngauruhoe vorbei, aus dessen Gipfel unablässig eine Dampfwolke aufsteigt. Auch an einigen Stellen am Tongariro-Gipfel dampft der Boden, der hier warm ist wie ein Heizkissen. Beim Abstieg passiert man smaragdgrüne Seen, bevor sich schließlich der Weg flacher durch dichten Regenwald mit Farnen und Bächen zieht.




Rund 20 Wanderer sind an diesem Frühlingstag zur Tongariro-Überschreitung aufgebrochen. Das ist recht angenehm, da sich ein paar kleine Gruppen bilden und ich somit nicht allein marschieren muß. Zur Hauptsaison allerdings möchte ich hier nicht sein, wenn bis zu 700 Besucher täglich den Track unter die Füße nehmen.

Die drei Berge bilden das Südende einer Linie, auf der die Erde besonders aktiv ist. Weiter im Norden - in und um Rotorua - blubbern Schlammpools und brodeln Wasserlöcher vor sich hin, so heiß, daß man in ihnen Eier kochen kann. Aus Straßengullis steigt Dampf auf, ebenso aus Teichen und Erdspalten in den Gärten und Parks. In der ganzen Stadt riecht es streng nach Schwefel.

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