Toms Hütte (bei Nelson), Neuseeland, 18.10.2002 (36298 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4   Endlich mal Urlaub

Während man in der Ankunftshalle am rotierenden Förderband auf sein Gepäck wartet, erklingt alle paar Minuten eine freundliche Frauenstimme aus den Lautsprechern an der Decke: Es sei noch nicht zu spät, kritische Produkte wie Fleisch, Milchpulver, Honig zu deklarieren oder etwa Pflanzen und Tierfelle. Bei falschen Angaben drohe eine "instant fee" - eine Sofortstrafe - von 200 Mark. Große Schilder warnen, daß bewußt falsche Angaben fünfstellige Strafen und sogar Freiheitsentzug zur Folge haben können.



Mit strengen Seuchenschutzbestimmungen wird man bei der Einreise nach Neuseeland konfrontiert.

Die Immigration macht überhaupt keine Probleme. Niemand fragt nach einem Rück- oder Weiterflug-Ticket. Die diesbezüglich angeblich so strengen Bestimmungen in Neuseeland waren der Grund, warum mir in Chile niemand einen Oneway-Flug verkaufen wollte. Erst als ich mich schriftlich für alle Folgen verantwortlich erklärte, stellte mir ein Reisebüro das Ticket aus.

Der Zoll durchleuchtet die Packtaschen - keine Beanstandungen. Weiter zum Seuchenschutz. Dort sind sie so freundlich, sogleich das Fahrrad mit einem feuchten Lappen gründlich zu putzen. Mein Angebot, selbst den südamerikanischen Staub vom Rahmen zu wischen, lehnen sie höflich ab: "Wir reinigen hier tagtäglich alles mögliche." Dann fragen sie, ob ich während des letzten Monats auf einem Bauernhof gearbeitet habe, kontrollieren meine Schuhsohlen und inspizieren am Ende das Zelt auf "bugs".

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