Santiago de Chile, Chile, 18.09.2002 (35068 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6   Durch die Atacama-Wüste

Würden Landkarten von Chile in einem Stück gedruckt, so wären sie bei einer Breite von gerade 30 Zentimetern vier Meter lang. Chile hat eine äußerst ungewöhnliche Form, das Land ist auf den langen, schmalen Streifen zwischen der südlichen Andenkette und dem Pazifik gequetscht. Über 4000 Kilometer lang und nirgendwo breiter als 300 Kilometer. Die 13 Provinzen des Landes sind recht lieblos benannt, einfach von Norden nach Süden durchnumeriert von "Region I" bis "Region XII". Nur die Gegend um Santiago hebt sich als "Region Metropolitana" etwas ab.



Iquique wird auch dieses Jahr nicht den Preis "Schönste Stadt Chiles" gewinnen.

Bei der Abfahrt aus den Anden tauche ich kurz vor Iquique aus strahlendem Sonnenschein unter eine Wolkendecke, die sich vom Pazifik her über das Tiefland schiebt. Hochnebel wie damals an der Küste von Peru, als ich zum ersten Mal hinunter zum Pazifik fuhr. Iquique wirkt von oben - von der Serpentinenstraße - mit seinen dichtgedrängten Häusern in diesem grauen Licht und umgeben von Wüste nicht gerade einladend. Doch wenn man in die Stadt hineinfährt, weiten sich die Straßen, und die vielen bunten Holzhäuser mit den hohen Eingangstüren zerreißen die Monotonie. Die Bewohner Iquiques sind freundlich und gelassenen.

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