Uyuni, Bolivien, 18.07.2002 (32533 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Schwarzer Peter in Peru

Glücklicherweise wußte ich, wer mir die Münze zugeschoben hatte: Es war Wechselgeld aus dem Internet-Cafe. So ging ich am nächsten Tag wieder in den gleichen Laden und surfte zweieinhalb Stunden für 5 Soles 50. Beim Zahlen lag die 50-Centavos-Münze oben. Das gab mir einen kleinen Vorsprung. Aber sie holten mich ein. Ich hätte den entgegengesetzten Weg nehmen sollen und nicht den in Richtung Stadtzentrum.

"Amigo", rief der Junge hinter mir her, als ich mich hinter der nächsten Ecke schon sicher gefühlt hatte, "die Münze ist falsch!"

"Ich weiß!" erwiderte ich, "aber sie stammt von Euch! Es ist das Wechselgeld von gestern." Dieser energische Hinweis reichte tatsächlich aus, ihn von weiteren Forderungen abzuhalten. Geben sie wohl regelmäßig falsches Geld heraus? Wie Wechselstuben sind ja auch Internet-Cafes wegen der vielen ausländischen Kunden ein guter Ort, Fälschungen in Umlauf zu bringen.



Und wieder ein bißchen Höhenluft...

Zusammen mit dem Holländer Henk fahre ich weiter nach Puno. Wir hatten uns kurz hinter Nazca getroffen und in den folgenden Tagen die 11.000 Höhenmeter nach Cuzco zusammen gemeistert. Zwischen Cuzco und dem Titicacasee ist es nun vergleichsweise eben. Die gute Asphaltstraße führt 1000 Meter hinauf auf den Raya-Paß, danach fällt die Straße sanft ab in das Altiplano, das rund 3800 Metern über dem Meer liegt und damit wirklich alti ist - ziemlich plano ist es auch.

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