Uyuni, Bolivien, 18.07.2002 (32533 Kilometer)
Die erste peruanische Blüte habe ich in Arequipa bei einem deutschen Traveller gesehen. Er war ziemlich sicher, daß er den 20-Soles-Schein - immerhin fast sechs Dollar - in einer Wechselstube bekommen hat. Seit Arequipa untersuche ich nun jeden Schein auf seinen korrekten Silberstreifen. Ist der Schein falsch, ist es nur ein plumper schwarzer Strich, bei den echten Scheinen erkennt man einen sehr feinen Endlosschriftzug "... Peru ... Peru ... Peru ...". Wasserzeichen haben die Fälschungen erstaunlicherweise, wobei die aber etwas flauer ausfallen.

Trotzdem kam der Schwarze Peter auch bei mir an. In Form einer 5-Soles-Münze. Ahnungslos wollte ich mit ihr am Abend in einem Geschäft bezahlen, doch nach kurzem Drüberstreichen mit dem Daumen gab die Kassiererin mir die Münze wieder zurück: "Falsa!"
Die Münze war ziemlich abgegriffen, und im Vergleich mit einer echten konnte man sehen, daß der Silberring matter war, der bronzefarbene Kern dafür ein wenig heller. Tückischerweise war dieses Exemplar magnetisch, was bis vor kurzem seine Echtheit bewiesen hätte. Aber inzwischen gibt es auch magnetische Fälschungen. So ein Neuling war der falsche Fünfer, den sie mir angedreht hatten.
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