Uyuni, Bolivien, 18.07.2002 (32533 Kilometer) Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Seite 4 | Seite 5 | Seite 6 | Seite 7 | Seite 8   Schwarzer Peter in Peru

Wenn in Peru ein Geldschein den Besitzer wechselt, dann konzentriert sich beim Empfänger des Geldes für einige Momente alles auf den Tastsinn. Und gleich danach auf das Gehör. Das Papier wird zunächst mit den Fingern intensiv befühlt, dann wird der Schein an den zwei Schmalseiten genommen und mehrfach ruppig auseinandergezogen. Wenn der Klang stimmt, ist der Schein echt. Andernfalls heißt es: "Falsa, falsa!"



Cuzco.

Als mir zum erstenmal jemand erzählte, daß man in Peru mit Fälschungen rechnen muß, sagte ich spontan: "Aber doch nur bei Dollar-Scheinen! Wer fälscht schon peruanisches Geld?" Der Dollar ist in Peru so etwas wie eine Parallelwährung - beim Abheben an den Geldautomaten kann man wählen zwischen Soles und Dollar.

Aber tatsächlich sind in Peru auch falsche Soles weitverbreitet. Und mit diesem Falschgeld geht es zu wie beim "Schwarzen Peter": Wer sich eine Blüte hat unterjubeln lassen, versucht, das Ding so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Was nicht gerade einfach ist, denn die Peruaner identifizieren die Fälschungen eben meist schon mit den Fingern. Und deshalb sind bei diesem Spiel die Touristen meist die Dummen.

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